Donnerstag, 18 September 2025 12:57

Ermittlungen in Litauen decken Anschlagsnetzwerk auf

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Pakete mit Sprengsätzen entdeckt Pakete mit Sprengsätzen entdeckt Pixabay/Foto illustrativ

Die litauische Generalstaatsanwaltschaft hat ein weitreichendes Netzwerk aufgedeckt. Es soll verantwortlich sein für geplante und teils durchgeführte Brandanschläge in mehreren europäischen Ländern. Die mutmaßlichen Täter handelten im Auftrag des russischen Geheimdienstes.

Inhaltsverzeichnis:

Russische Staatsbürger im Fokus

Nach Angaben der litauischen Behörden stehen russische Staatsbürger mit Verbindungen zum Militärgeheimdienst im Zentrum der Ermittlungen. Insgesamt 15 Personen werden verdächtigt, an der Organisation und Durchführung beteiligt gewesen zu sein. Gegen drei von ihnen liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

  • In Litauen, Polen, Lettland und Estland wurden über 30 Durchsuchungen durchgeführt.
  • Dabei wurden mehrere Sprengsätze entdeckt.
  • Die Ladungen waren in Massagekissen und Kosmetiktuben versteckt.

Die Ermittler vermuten, dass diese Sprengladungen für weitere Anschläge vorgesehen waren.

Pakete aus Vilnius nach Großbritannien und Polen

Am 19. Juli 2024 wurden in Vilnius vier Pakete aufgegeben. Absender war ein litauischer Staatsbürger. Zwei Sendungen gingen per DHL-Frachtflug nach Großbritannien, zwei weitere mit DPD-Lastwagen nach Polen.

Ein Überblick:

  1. Paket 1 – verschickt nach Großbritannien, fing Feuer im DHL-Zentrum Leipzig.
  2. Paket 2 – explodierte am 21. Juli in einem DPD-Lkw in Polen.
  3. Paket 3 – detonierte am 22. Juli im DHL-Lager in Birmingham.
  4. Paket 4 – versagte durch technischen Defekt und zündete nicht.

Vorfall im DHL-Zentrum Leipzig

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Vorfall in Deutschland. Ein Paket fing im DHL-Logistikzentrum Leipzig Feuer, als es umgeladen werden sollte. Es war für einen Empfänger in Großbritannien bestimmt. Dieser Vorfall machte den Behörden das Ausmaß der Gefahr deutlich.

Weitere Ermittlungen in Europa

Die Untersuchungen laufen weiter. Die litauische Generalstaatsanwaltschaft koordiniert sich mit Behörden in Polen, Lettland, Estland, Deutschland und Großbritannien. Die Ermittler prüfen, ob die aufgedeckten Sprengsätze für zusätzliche Anschläge bestimmt waren. Ergebnisse weiterer Durchsuchungen könnten zusätzliche Erkenntnisse bringen.

Quelle: TAG24, www.extratimeout.com/de